Fachtagung 2009 – Oberursel

Fachtagung 2009 – Oberursel

Rückblick Fachtagung 2009 – Oberursel

„Fasten und Ernährung“

Fachvorträge

„Kooperationsmöglichkeiten zwischen Ärzten und ärztlich geprüften FastenleiterInnen“

Dr. med. Martha Ritzmann-Widderich, Vorstandsmitglied der Ärztegesellschaft Heilfasten und Ernährung (ÄGHE), Rottweil

[pdf]

„Labordiagnostik beim Fasten – Sinn oder Unsinn. Was ist notwendig?“

Dr. Wernicke

Zusammenfassung von Beate Unger

[pdf]

Bauch und Gesundheit

Dr. Andreas Buchinger

[pdf]

 

Berichte – Stimmungsbilder

Oberursel, Fortbildungstagung

Die Fortbildungstagung stand unter dem Motto „Fasten und Ernährung“. Die Tagung war mit hochkarätigen Referenten und Dozenten besetzt. Sie war ein großer Erfolg mit über 70 TeilnehmerInnen.

Die Originalskripte der Referenten bzw. Zusammenfassungen der einzelnen Vorträge stehen unseren Mitgliedern im Mitgliederbereich zur Verfügung.

 

EIN EINZELNER KANN MANCHES BEWEGEN – ABER EINE GEMEINSCHAFT VON GLEICHGESINNTEN KANN ALLES ERREICHEN !!!!!!!!!!!!!

Dieses Fortbildungswochenende – vom Initiativkreis organisiert – hat dies deutlich gemacht. Durch ein harmonisches, einzigartiges Miteinander wurde es möglich, NEUES zu wagen. Wir alle wurden reich beschenkt:

  • mit herausragenden Vorträgen, deren Inhalte erfrischend kurzweilig vermittelt wurden – DANKE, liebe Dozenten,
  • mit dem Meridiantanz von Eva-Maria Willner, die uns „in Fluss“ gebracht und unsere Meridiane hat finden lassen, und ganz besonders
  • mit gegenseitiger Achtung und großem Vertrauen zueinander. Danke an alle, die da waren.

Danke, lieber Dr. Lützner für Ihr Lebenswerk. Wir werden es weitertragen mit Gottes Segen, denn wir schreiten durch dieses Leben nur einmal. Darum: Alles Gute, das wir tun können, jede Gefälligkeit, die wir einem Menschen erweisen können, lasst sie uns nicht aufschieben, lasst sie uns nicht versäumen, denn wir gehen diesen Weg nicht wieder.

Herzliche Grüße Karin Herrmann


 

… Ihr habt ganze Arbeit geleistet …

Die Fortbildungstagung des Initiativkreises Fasten& Ernährung vom 6.-8. 2.2009 hat mich tief beeindruckt und neu motiviert.

Es wurden uns hervorragende fachliche Vorträge geboten, und das Schöne war, dass der „alte Geist der dfa“ wieder auferstand: Er war im guten Miteinander, in der Atmosphäre des Hauses und vor allem in der Freude von Dr. Lützner und dem Team über den gelungenen Neuanfang zu spüren.

Vielen Dank!

Schön war auch, dass so viele Junge sich nun engagieren und etwas Neues entstehen darf!

Irene v. Lübtow


… Ich bin noch ganz ergriffen, fast den Tränen nahe, den Freudentränen wohlbetont, von der Ereignissen der letzten Tage …

… Ich freu mich auf all die Dinge, die noch kommen werden, und ein herzlicher Dank ….. für Eure Initiative … Die Symptome sind unglaublich, unbeschreibbar und führen zu einem großen Glücksgefühl!

Michaela


… Ja, Buchinger ist schon ein toller Mann, dass er uns diesen Vortrag so einfach zur Verfügung stellt. Klasse, oder? …

Es war ein erfülltes Wochenende mit phantastischen Vorträgen und viel Neuem. Ich freue mich sehr auf die neue Vereinigung und wünsche euch allen ein gutes Händchen für den Start … viel Erfolg für das Kommende!

Annegret

… Vielen Dank! Das Wochenende war einfach super…

Brigitte


… Ich möchte mich nochmals herzlich für dieses wunderbare Wochenende bedanken!!! …

Annett


… und freue mich auf weitere Aktivitäten der Initiativgruppe …

Alona


… Ich habe die gemeinsamen Tage sehr genossen und freue mich auf ein Wiedersehen …

Irmtraud


… Ich hoffe, für Euch war die Fortbildungsveranstaltung auch ein großer Erfolg und eine Bestätigung Eures Wirkens.

Wie ich bereits erwähnt habe, bin ich mit sehr unsicheren Gefühlen zu dieser Tagung gefahren. Fragen wie folgende beschäftigten mich auf der Hinfahrt:

 

  • Wie fühlt sich das ganze an – dfa – die heimatlose Heimat? Denn eine Heimat war die dfa für mich, und Heimat bedeutet immer ein aufgehoben sein, und dieses Gefühl hatte ich nicht mehr.
  • Ist es das letzte Mal, dass ich dorthin fahre?
  • Ist der Geist, den ich während meiner Ausbildung und den vielen Fortbildungen spüren durfte, verloren?
  • Welchen Anspruch hat der Initiativkreis?

Doch als ich die vielen vertrauten Gesichter sah, wusste ich, dass ich hier aufgehoben bin. Ich spürte, dass ein Name wie dfa nur dann eine Bedeutung und Leben hat, wenn auch das Dahinter stimmig ist. D.h., dass Wertschätzung, Achtung, Liebe und das Ziel, den Menschen beizustehen, ihren Weg zu gehen, oberste Priorität haben.

Mit den Referenten Dr. Buchinger, Dr. Wernicke, Prof. Dr. Leitzmann und Frau Dr. Ritzmann-Widderich habt Ihr genau die Menschen eingeladen, die diese Haltung verkörpern. Wenn ich diese Menschen vor mir sehe, dann wird mir ganz warm ums Herz, denn es war spürbar, dass sie uns und unsere Arbeit wichtig nehmen, bereitwillig ihr Wissen an uns weitergeben möchten und uns damit auf unserem Weg begleiten.

Keine Spur von Distanz war zu spüren, sondern eine offene Haltung und ein offenes Herz. Wie beeindruckend.

Als ich das Vorhaben des Initiativkreises hörte, zuckte ich für einen Moment zusammen. Was für ein großes Ziel. Doch inzwischen weiß ich, dass man nur mutig vorwärts gehen kann und das, was war, zurücklassen muss. Die Erfahrungen und Lehren daraus gilt es mitzunehmen als Bereicherung und als Fundament für das Neue.

Für mich waren diese Tage eine einzige Bereicherung in vielerlei Hinsicht. Zum einen durfte ich erfahren, was Gemeinschaft ist und wie gut sie sich anfühlt, ich durfte erfahren, dass es Menschen gibt, die trotz widriger Umstände weitergehen und die leichten Wege anderen überlassen.

Das gibt mir und auch für mein Tun neue Hoffnung.

Für all die Offenheit, für das Interesse an unseren Vorstellungen und für Eure Arbeit vielen herzlichen Dank. Möget Ihr alle gesegnet sein mit Gesundheit, Freude, Mut und vielen guten Ideen, mögen die Wühlmäuse und Maulwürfe im Boden bleiben und mögen Euch die Engel mit Liebe und sicherer Hand führen.

Viele liebe Grüße Helga Mösle


… wie versprochen, hier noch einige schriftliche Anmerkungen zum Wochenende in Oberursel …

Meinen ersten, noch sehr frischen Eindruck hatte ich ja noch kurz vorm Verabschieden gesagt. Jetzt, wo sich alles noch einmal „gesetzt“ hat, ich meine Aufzeichnungen noch einmal durchgegangen bin und auch die ersten Vorträge bzw. Mitschriften da sind, muss ich sagen, dass es inhaltlich doch viel mehr war, als ich es zunächst empfunden hatte. Sicher, es hat sich auch vieles wiederholt, was wir aus der Ausbildung schon kannten, aber es gab auch viel Neues. Selbst in den beiden Vorträgen, in denen ich verstärkt den Eindruck hatte, dass es viel Wiederholung war (Dr. Wernicke, Dr. med. Ritzmann-Widderich) gab es Dinge, die ich mitnehmen konnte. Danke für Euer Bemühen so gute Referenten einzuladen!

Ich denke, es ist gut, dass Ihr diesen Initiativkreis gebildet habt. Danke für all Euren Einsatz, für all das Herzblut, das darin steckt. Ich wünsche Euch allen weiterhin viel Ausdauer, Weisheit und Gelassenheit bei Eurem Vorhaben!

… noch einmal vielen Dank für alles! …

Isolde


… Ich finde es toll, dass Dr. Buchinger sein Skript zur Verfügung stellt. Nochmals vielen Dank an alle für eine gelungene Veranstaltung und uns allen Erfolg und Freude auf

dem Weg zu neuen Zielen …

Silke


… Die Tagung war sehr lohnend und hat den guten Geist unter uns Fastenleitern wieder deutlich gemacht und auch verstärkt …

Boa


… Vielen Dank!

Es war ein wunderbares, interessantes, motivierendes Wochenende! Ich habe es sehr genossen, viele liebe FL wiederzusehen und einige neue kennen zu lernen!

… Liebe Grüße aus dem Kloster

Tina

Was für ein wunderbares Wochenende!

Vielen Dank nochmals an die Veranstalter!

Die Veranstaltung ist ja wie die Spitze vom Eisberg, welche Arbeit dahinter steckt, inhaltlich, organisatorisch etc. sieht man ja nie.

„Der Geist“, die Atmosphäre wird weiter in mir/ uns schwingen.

Lieber Dr. Hilmar Burggrabe samt MitarbeiterInnen, euch viel Rückenwind, Kraft, Unterstützung, Inspiration auf eurem weiteren Weg.

Danke, dass wir auf „euren Schultern stehen dürfen“.

Eva-Maria Willner


 

Vom Initiativkreis:

… danke für die vielen Impressionen, Rückmeldungen und Vorschläge.

Ich bin überwältigt und angerührt von der grossen Resonanz und Wärme.

Ich sortiere, „träume“ und plane, und natürlich meldet sich auch der Realist …

Martina Hahn


An das Ende möchte ich einen Satz von Karin Zausnig stellen, stellvertretend für uns alle

Wow …

Das macht Mut! Es ist so schön, all diese guten Worte zu lesen – Streicheleinheiten für die Seele!


 

Bericht über die Fortbildungstagung 6. bis 8. Februar 2009 in Oberursel

Liebe Tagungsteilnehmer des Initiativkreises Fasten und Ernährung

Es wurde der Wunsch geäußert, dass so viele wie möglich, die an der Tagung vom 06.-08.02.2009 in Oberursel teilgenommen haben, ihre persönlichen Eindrücke kundtun. Das möchte ich gerne versuchen.

Nochmals Rückschau zu halten auf diese 2½ intensiven Tage und das Geschehene und Gehörte zu sortieren, einzuordnen und zu erkennen, was ist mir wichtig und mit was und wie möchte ich auch für den Initiativkreis weiterarbeiten.

Die Fachvorträge waren für mich superspannend, jeder Referent hat uns mit seinem Wissen, seiner Zeit und seinem Engagement für die gute Sache gedient. Einiges wusste ich noch nicht, manches Wissen konnte ich vertiefen, und manches wusste ich natürlich bereits schon. Bin jedoch trotzdem dankbar für die Ausführung der einzelnen Themen, auch um mal wieder zu sehen und zu hören, wie machen es denn andere Kursleiter. Es ist so schön, die Dinge auf unterschiedlichen Ebenen zu bewerten, nicht in Gut oder Schlecht, sondern was kann ich für mich mitnehmen und was nicht.

Ganz praktische Hilfen für den eigenen Fastenleiteralltag an die Hand bekommen zu haben, mit dem pdf-Vortrag von Dr. Buchinger, den er uns zukommen ließ; die vielen Qi Gong Übungen von Christa Nehmiz und als besonderes Schmankerl der Meridiantanz von Eva-Maria Willner aus Schenkenzell – rundete das komplette Programm der gut organisierten Veranstaltung ab. Super, vielen Dank!

Vor allem Dr. Lützner und Dr. Buchinger kennen zu lernen und sie einmal „live“ zu erleben, war für mich eine ganz besondere Ehre. Gefreut habe ich mich darüber, „meine Fastenlehrer“ wieder zu sehen und mit Kursteilnehmern aus meiner Ausbildung Neues auszutauschen und auch neue Menschen, denen diese Sache am Herzen liegt, kennen zu lernen.

In der Reformhausakademie habe ich mich, wie jedes Mal, sehr wohl gefühlt, und es ist für mich ein bisschen wie „nach Hause“ kommen, und auf das leckere Essen und die freundlichen Menschen im Haus habe ich mich besonders gefreut?

Meine Erwartungen wurden übertroffen, aber ehrlich gesagt, gehe ich meistens ohne große Erwartungen wohin, ein Garant für wenig Ent-täuschung. Obwohl ich mir schon erhoffte, einen Einblick in das Geschehene seitens des „alten Vorstandes der dfa“ der letzten zwei Jahre zu bekommen. Dieser Wunsch wurde mir erfüllt, grobe Zusammenhänge zu erkennen, und die persönlichen Schilderungen zur Mitgliederversammlung in Eisenach haben auch mir die Kehle zugeschnürt. Ich habe es mir auch nicht nehmen lassen, Herrn Bodeutsch einen persönlichen Brief zu schreiben in der Hochphase des Geschehens, natürlich unbeantwortet. In die allgemeine e-mail Veröffentlichung von geschriebenen Empörungen habe ich mich nicht eingereiht.

Und positiv fand ich, dass man nicht hängen geblieben ist im „Geschehenen“, sondern dann tatkräftig nach vorne geschritten ist während der Tagung. Viel Vorarbeit hat der Initiativkreis geleistet, und alte und neue Kräfte haben sich mit neuer Motivation und Elan und altem Erfahrungsschatz und einer gewissen Bodenständigkeit vereint. Vielen Dank an die zwei neuen Vorstandsmitglieder Eckhard Heumeyer und Karin Zausnig aus Österreich, dass sie mit so viel Mut und der Bereitschaft, sich für die Sache voll einzubringen, sich bereit erklärt haben, dieses Amt zu übernehmen. Dieser Enthusiasmus wirkt ansteckend. Es war gut zu erspüren, wie uns dieser „Geist“ der alten und neuen Fastenbewegung durch diese zwei Tage getragen hat. Es macht mir Hoffnung auf eine zukünftige, fruchtbare Weiterarbeit und Fortführung des Lebenswerkes von Herrn Dr. Lützner. Wie ein frischer Wind in alten Segeln ein Boot auf eine noch ungewisse Reise schickt, mit der Hoffnung, in naher Zukunft Land zu sichten und in einem neuen Hafen anzulegen.

Die Erstellung der verschiedenen Tafeln zu den unterschiedlichen Themen fand ich sehr gut, um sich intensiver mit der Arbeit des Initiativkreises auseinander zu setzen und um alle Ideen und auch kritischen Stimmen einzufangen.

Die Idee, den neuen Verein „Berufsverband Fasten und Ernährung“ zu benennen, hat bei mir im ersten Moment wie wohl bei vielen Anwesenden Verunsicherung ausgelöst. Doch zum Ende der Tagung hin, als Frau Mussehl die Tragkraft und die Schwere und vor allem die Aussicht dieses Begriffes zusammenfasste, musste ich für meinen Teil schon zugeben: „Hm, das hat echt was.“ Es hat mich offener gemacht für diesen Weg, obwohl ich den Eindruck habe, dass das wohl sehr, sehr viel Arbeit bedeutet und es vieler Menschen bedarf, die daran aktiv mitarbeiten wollen. Wenn man das „Land“ auch noch nicht sieht, möchte ich gerne mitrudern. Herr Dr. Buchinger, Herr Dr. Lützner, Herr Dr. Burggrabe oder wie sie alle heißen mögen, mit denen man die Fastenbewegung in Verbindung bringt, haben sicherlich auch nicht immer Land gesehen, als sie sich für diese Sache eingesetzt haben. Sie sind mir ein sehr großes Vorbild.

Letztlich sollte man aus seinen Fehlern lernen, die man in der Vergangenheit gemacht hat, wie z.B. eine neue Satzung erstellen, die man eben nur im Notfall, wenn es keine Einigung mehr gibt, heranziehen muss, um Klärung zu schaffen. Mit Herrn Donath haben wir da sicherlich einen erfahrenen Mann in vorderster Reihe.

Ich habe die Zuversicht in diesen zwei Tagen gewonnen, dass wir gemeinsam viel bewegen und erreichen können, wenn jeder SEINEN Teil dazu beiträgt.

Katja Zimmermann- Schneider

Zusammenfasssung von Dr. Doris Schneider

Bauch und Gesundheit

Wie der Bauch uns krank machen kann

Dr. Andreas Buchinger, Bad Pyrmont, www.buchinger.de, info@buchinger.de

Ursprünglich war ein Bauch Symbol für Wohlstand. Diese Vorstellung hat sich seit den 70-er Jahren geändert. Heute wird der Bauch als Risikofaktor angesehen mit der Symbolik für kurzes Leben, Krebsgefahr, Liebeshemmer und Demenz.

Die sogenannte IDEA Studie, die im Jahre 2006 an mehr als 160.000 Patienten weltweit durchgeführt wurde, kam zu dem Ergebnis, dass ein großer Bauchumfang in hohem Maße mit einem kardiovaskulären Risiko und einem Diabetes einhergeht, außerdem ist das Risiko an Krebs – vor allem an Darmkrebs – zu erkranken, erhöht.

Fazit der Studie: Ein dicker Bauch verkürzt die Lebenszeit, und mit zunehmendem Umfang wächst das Risiko.

Die heute am häufigsten auftretende Zivilisationskrankheit, das „Metabolische Syndrom“, das vor allem bei Männern auftritt. hat folgende Symptome:

  • hoher Blutdruck
  • erhöhte Blutfettwerte
  • erhöhte Harnsäure
  • Übergewicht
  • Diabetes 2

Auch hier korreliert die Schwere der Erkrankung mit der Größe des Bauchumfangs.

Die Gefahr, an Demenz zu erkranken, ist bei einem großen Bauchumfang ebenfalls erhöht:

  • bei einem dicken Bauch ist das Risiko um 80% erhöht
  • bei einem ausgeprägten Bauch um 230%
  • bei einem mächtigen Bauch um 360%

Weitere Folgen können sein:

  • Erektionsstörungen
  • Testosteronmangel mit einhergehender Antriebslosigkeit und Müdigkeit
  • Störung der Produktion entzündungshemmender Enzyme

Immer wieder kommt der Einwand, dass sich auch Dicke bester Gesundheit erfreuen. Dies kommt aber nur in 25% der Fälle vor.

Übersteigt unsere Versorgung mit Nahrung unseren Bedarf, wird der Überschuss in Form von Fett in die Fettzellen abgelagert. Das größte Problem stellt hier das sogenannte innere oder viszerale Fett dar. Die betroffenen Patienten werden mit der Abkürzung TOFI (Thin on the outside, fat on the inside) bezeichnet. Die Gefahr ist, der Betroffene ahnt nichts von den gesundheitlichen Risiken, die von seinem gespeicherten inneren Fett ausgehen, da man die inneren Fettspeicher nicht sieht. Das viszerale Fett ist chemisch aktiv, es produziert entzündungsfördernde Substanzen, die die entzündliche Arteriosklerose auslösen. Hier gilt die Devise „Diet and exercise“, also eine Ernährungs-umstellung  kombiniert mit körperlicher Betätigung, die im optimalen Fall täglich 60 Minuten und davon 30 Minuten unter Belastung erfolgen soll.

Ein idealer Impuls für den Abbau von innerem oder viszeralem Fett aus den Fettzellen ist das Fasten.

Hauptverantwortlich für den Aufbau von Fettzellen ist die Nährstoffkombination Fett und Zucker.

Von der Größe des BMI als Maß für das kardiovaskuläre Risiko ist man heute abgekommen, vielmehr orientiert man sich heute am Bauchumfang, der, unabhängig von der Körpergröße, einige Zentimeter über dem Bauchnabel gemessen bei Frauen nicht größer als 88 cm und bei Männern nicht größer als 102 cm sein soll.

Laboruntersuchung am Patienten:

  • Nüchternblutzucker, besser ein Langzeittest
  • BMI
  • Oberbauchultraschall
  • Echokardiogramm, Duplex sono
  • 24h Blutdruckregistrierung
  • Augenhintergrund
  • Evtl. Schlaflabor (Dicke = Schlafapnoe)
  • Essverhaltensanalyse (Geschäftsessen, Familienfeiern)

Der Volksmund in Russland sagt:

Das Frühstück alleine einnehmen.

Das Mittagessen mit dem Freund teilen.

Das Abendessen dem Feind schenken.

Bei diesen Patienten gilt die Devise 1-3x wöchentlich „dinner cancelling“, was nicht nur das Leben verlängert, sondern auch die Lebensqualität steigert.

Weitere Maßnahmen, um das Bauchfett zu reduzieren:

  • Heilfasten mit Bewegungsprogramm
  • Täglich Obst und Gemüse
  • Tierische Fette reduzieren
  • Süßstoffe meiden
  • Den Eiweißkonsum mäßigen
  • Jeden Bissen möglichst 15x kauen
  • Keine Softdrinks
  • Ab 18:00Uhr keine Kohlenhydrate
  • Bewegung

Zum Schluss ein weiteres großes Problem:

der hohe Anteil an Fructose in unseren Nahrungsmitteln. Fructose ist in der Herstellung billiger als unser Haushaltszucker. Nicht beachtet wird aber, dass der Verzehr von reichlich Fructose eine Leberentzündung hervorrufen kann und dass der Körper in Anwesenheit von Fructose kein Leptin (= Hungerbremse) produziert, wodurch unkontrolliertes Essen möglich wird.

Dr. Doris Schneider

 

 


 

Vortrag „Ernährung und Krebsprävention“ von Prof. Leitzmann

Zusammenfassung von Michaela Arndt

[pdf]Vortrag

 

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben